
Liquiditäts- und Gewinnsicherung durch Anpassung relevanter Faktoren
Auch nach der hoffentlich überwundenen Krise der Realwirtschaft gilt es, sich dem veränderten Kundenverhalten anzupassen und die Servicequalität zu erhöhen. Ebenso wichtig ist ein strategisches Kostenmanagement.
Besonders hart hat die Krise die Unternehmen getroffen, die nicht über ausreichende Liquiditätspolster verfügten, aber zeitnah Schulden tilgen oder refinanzieren mussten. Maßnahmen zur Verbesserung des operativen Cash Flow hatten daher höchste Priorität. Hierzu zählte unter anderem der zügige Abbau von Vorräten und Forderungen im Rahmen eines „Working Capital Managements“.
Neben diesen Maßnahmen ging es darum, alle drei Gewinntreiber, also Preise, Absatzmengen und Kosten, möglichst kurzfristig zu aktivieren. Bei den teilweise dramatischen Absatzeinbrüchen führte an Kostensenkungen kein Weg vorbei. Wichtig war, diese möglichst intelligent zu gestalten. Hierzu gehörten die Ausschöpfung der Möglichkeiten zur Arbeitszeitflexibilisierung, eine Optimierung der Beschaffung und die Anpassung des Serviceniveaus von internen Dienstleistungen. Ein solches strategisches Kostenmanagement ist wesentlich wirkungsvoller als die immer noch verbreitete „Rasenmäher-Methode“.
Hebelwirkung von Absatzmenge und Preis intelligent nutzen
Maßnahmen bei den Gewinnhebeln Absatzmenge und Preis müssen das sich ändernde Kundenverhalten berücksichtigen. Je nach Kundentyp und Produktkategorie (z.B. Grundbedarf, Genussartikel, Verschiebbares oder Verzichtbares) können diese Veränderungen sehr unterschiedlich ausfallen. Wenn der Vertrieb zum Engpassfaktor für die weitere Entwicklung des Unternehmens wird, kann eine kostenneutrale Verstärkung von Vertriebsressourcen sinnvoll sein. In einigen Branchen ist eine Reduktion der Angebotsmengen erforderlich. Bei preispolitischen Maßnahmen sollte man den Verlauf der Preis-Absatz-Kurve und die Reaktionen der Konkurrenz richtig einschätzen. Darüber hinaus kann eine Intensivierung von Servicegeschäften, wie z.B. Wartungsdienstleistungen, helfen, die Einbrüche im Produktgeschäft zumindest teilweise zu kompensieren.
Es ist also Kreativität gefordert, intelligente Maßnahmen zur Liquiditäts- und Gewinnsicherung abzuleiten, pragmatisch zu bewerten, schnell umzusetzen und ihre Wirkung zu kontrollieren.
Jetzt heißt es: richtig reagieren! Wir sagen Ihnen, wie.
Neben den beschriebenen kurzfristig orientierten Maßnahmen stehen viele Unternehmen vor der Aufgabe einer umfassenden finanziellen, leistungswirtschaftlichen und strukturellen Sanierung. Häufig sind die Probleme vor der Krise entstanden, auf Alarmzeichen wurde zu spät reagiert, und die Unternehmen haben es versäumt, ihr Geschäftsmodell frühzeitig grundlegend zu erneuern. Wir helfen Ihnen, Ihre derzeitige Situation richtig einzuschätzen und eine angemessene Mischung aus Sofortmaßnahmen, Restrukturierung und strategischer Innovation zu finden und umzusetzen.
